Thema: Schwangerschaft

Der Alkoholkonsum werdender Mütter gilt inzwischen als häufigste Ursache für eine verzögerte geistige Entwicklung und körperliche Behinderungen bei Kindern.

Dabei sind nicht nur Kinder alkoholabhängiger Frauen betroffen. Selbst unter jenen Frauen, die nur mässig trinken, eine Definition, die häufig auf einer unsicheren Selbsteinschätzung basiert, leiden über zehn Prozent der Neugeborenen unter einem sogenannten fetalen Alkoholsyndrom. Was besonders heimtückisch ist: Viele Frauen merken erst nach einigen Wochen, dass sie schwanger sind.

Als regelrechtes Körpergift kann jedes Glas Alkohol die Organentwicklung und die Nervenzellen des ungeborenen Kindes schädigen, da der Alkohol nach dem Trinken ins Blut aufgenommen wird und dieses wiederum auch das Kind mit Nährstoffen versorgt. Während beim erwachsenen Menschen die Leber den Alkohol zumindest spaltet und abbaut, ist das Ungeborene dazu noch nicht in der Lage.

Das berühmte Gläschen

Die Mediziner kennen bis heute die kritische Grenze für Alkoholaufnahme während der Schwangerschaft nicht. Neuere Studien deuten allerdings darauf hin, dass bereits bei einem regelmässigen Konsum von zwei sogenannten Standarddrinks Beeinträchtigungen beim Kind auftreten können. Das oft bemühte Gläschen ist ein sehr dehnbarer Begriff. Jeder Mensch versteht darunter etwas anderes. Was für die eine Frau ein Glas Rotwein im Monat ist, kann für die andere ein Schnäpschen nach jedem Mittagessen sein.

Schwanger, was nun?

Wer sich bewusst für ein Kind entscheidet, hat im Voraus mit seinem Partner häufig schon abgeklärt, welche Lebens- und Konsumgewohnheiten zum Wohle der Familie verändert werden müssen.
Für alle anderen Frauen (und Männer), die ohne gezielte Familienplanung von ihrem Glück erfahren, gilt eine einfache Regel: die Null-Promille-Lösung! Freuen sich auf das Kind und verzichten Sie ab sofort auf Alkohol und Zigaretten. Der Partner übrigens am besten auch, denn das macht es ihr leichter und er lebt mit Sicherheit ebenfalls viel gesünder.

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